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Electronic Banking und SEPA

Banken sind Marktführer; aber welche Chance haben sie im Zahlungsverkehr gegen Apple, Google und PayPal?

Ist der Zahlungsverkehr für die Banken noch eine Geschichte mit Zukunft? Und falls nicht: ist das eigentlich ein Problem?

Im analogen Zeitalter waren die Banken über Jahrzehnte die unangefochtenen Könige des Zahlungsverkehr. Doch mit den Siegeszug des Internets verlieren sie seit vielen Jahren immer mehr Marktanteile an neue Spieler.

Allen voran ist da natürlich die ehemalige eBay-Tochter PayPal, auf die seitens der Banken zwar mit Giropay frühzeitig, aber leider halbherzig und wenig nachhaltig reagiert wurde. Ein ernstzunehmendes Angebot kam in Form von Paydirekt zu spät und abermals nicht konsequent genug.

Mittlerweile ist PayPal eigentlich nicht einmal mehr die größte Sorge der Banken. Die Bedrohung kommt vielmehr von den Internet-Riesen wie Apple und Google, die mit ihren Payment-Diensten ApplePay und GooglePay sowohl online, in-App und am POS die Schnittstelle zum Kunden übernehmen. Händler und Plattformen wie Uber oder Starbucks sind gleichzeitig dabei, Zahlungen ‚in-App‘ für den Kunden unsichtbar zu machen.

Der große Vorteil der Herausforderer ist nun mal, dass sie konsequent international ausgerichtet sind und weltweit akzeptiert sind. Keine Bank wäre allein in der Lage und mit genügend Reichweite ausgestattet, hier dagegenzuhalten.

Es ist allerdings auch sinnvoll zu hinterfragen, warum die Banken überhaupt noch Energie in den Zahlungsverkehr investieren sollten. Es lässt sich auf Ebene der einzelnen Bank dann doch leider recht wenig Geld verdienen, die Margen sind mittlerweile dünn geworden.

Vielleicht wäre es da die bessere Strategie, sich mit dem Gedanken an einen Exit zu beschäftigen. Besser ein Ende mit Schrecken, als ein Schrecken ohne Ende.

Das gilt sowohl für den Zahlungsverkehr als auch für das Girokonto an sich. Seit Inkrafttreten der PSD2 brauchen die Banken das Girokonto ohnehin nicht mehr. Sie können dank Multibanking via XS2A auch dann der Mittelpunkt der Finanzen bleiben, wenn das Konto irgendwo anders geführt wird. Denn nicht das Konto an sich ist wertvoll für die Bank, sondern die Daten.

Das setzt allerdings voraus, dass sich die Denkweise in den Vorstandsetagen grundlegend ändert. Denn auch die vorgenannten Felder wird man nur dann nachhaltig sichern können, wenn man hier stärker aus Kundensicht und weniger aus Produktsicht denkt.

Auszug aus: https://www.it-finanzmagazin.de/zahlungsverkehr-bank-apple-google-paypal-83009/

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Teilnehmer-Banken an Instant Payment (Echtzeitüberweisung)

Hier können die aktuellen Teilnehmerbanken für Instant Payment Überweisungen abgerufen werden: www.europeanpaymentscouncil.eu

„Okay Google, öffne Sparkasse Banking“

Die Finanz Informatik bringt Voice-Banking für die Sparkassen – per Google Assistant. Gemeinsam mit der Sparkasse Stade-Altes Land wird die Anwendung derzeit pilotiert – eine breitere Verfügbarkeit für Kunden anderer Sparkassen sei in Kürze geplant. Mit der neuen Anwendung, der sogenannten „Sparkasse Banking-Action“, seien die Kunden dann in der Lage, ihre aktuellen Kontostände per Sprachbefehl abzufragen. Unterstützt werden dabei sowohl Google-Home als auch kompatible Systeme von Dritten, die Google Assistant nutzen.

Gegenüber dem Google Assistant wird der Kunde mit dem Standardverfahren O-Auth 2.0 authentifiziert. Die gesamte Kommunikation mit dem Sprachassistenten findet verschlüsselt statt. Dieser kommuniziert über eine gesicherte Verbindung mit dem Online-Banking der Sparkasse.

Besonders wichtig: Die Daten des Kunden bleiben im Online-Banking der Sparkasse und werden nicht an Google weitergegeben. Es werden beim Voice-Banking nur die Infos weitergegeben, die für die Bearbeitung des Auftrags notwendig sind und keine vollständigen Kontoinformationen.

Mit dem neu­en An­ge­bot kann ein Kun­de über Goog­le-Ho­me per Spra­che auf sei­ne Spar­kas­sen­kon­ten zu­grei­fen. Für die­ses so ge­nann­te Con­ver­sa­tio­nal Ban­king hat die Fi­nanz In­for­ma­tik ei­ne Platt­form im Ge­samt­bank­sys­tem OS­Plus be­reit­ge­stellt, um die Spra­che suk­zes­si­ve in wei­te­re An­wen­dun­gen und Sys­te­me für den End­kun­den zu in­te­grie­ren. Zum Start sind fol­gen­de Funk­tio­nen in der Ban­king-Ac­tion ver­füg­bar: Kon­to­stands­ab­fra­gen zu Ein­zel­kon­ten, Ab­fra­ge des Ge­samt-Fi­nanz­sta­tus und Ab­fra­ge von Um­sät­zen be­zie­hungs­wei­se Ein- und Aus­ga­ben über ver­schie­de­ne Zeit­räu­me. Die Ab­fra­ge des ePost­fach oder ei­nes De­pots so­wie si­gna­tur­freie Über­wei­sun­gen und wei­te­re ban­kna­he Funk­tio­nen wer­den in ei­ner nächs­ten Aus­bau­stu­fe fol­gen.

Auszug aus: https://www.it-finanzmagazin.de/voice-banking-sparkassen-finanz-informatik-66402/

Die Verknüpfung und Freischaltung der Banking-Action wird hier im Video erklärt:

ECC-Payment-Studie: Paypal wächst am schnellsten – direkt dahinter folgen Kreditkarte und giropay

Paypal zieht bei Händlern immer mehr davon. Das zeigt die ak­tu­el­le ECC-Payment-Studie (750 Euro). Doch beim Mix, wel­che Payment-Me­tho­den zum Ein­satz kom­men, schla­gen sich auch Kre­dit­kar­te und über­ra­schend gi­ro­pay sehr gut. So wird fak­tisch gi­ro­pay mit 20,9 Prozent Wachstum zu­neh­mend zum tat­säch­li­chen Pay­pal-Ver­fol­ger, während paydirekt nur 7,9 Prozent aufbringen konnte. Das über­wei­sungs­ba­sier­te Be­zahl­ver­fah­ren giropay steht damit auf Platz 3 der Ex­pan­si­ons­agen­da.

Dass Paypal dominiert, ist nicht weiter verwunderlich – auch bei Kreditkarten (siehe Grafik rechts) ist der Zuwachs erheblich. Erstaunlich hingegen ist, dass giropay so deutlich zugelegt hat und Händler überzeugen konnte. Zumal auch die An­zahl der Händ­ler, die gi­ro­pay generell an­bie­ten, um 13,2 Pro­zent auf nun 40,9 Pro­zent­punk­te gestiegen ist. Paydirekt schafft es mit 7,9 Prozent Steigerung mittlerweile auf 31,2 Prozent Händlerabdeckung.

„Unser Be­zahl­ver­fah­ren ba­siert auf dem si­che­ren On­line-Ban­king und ist Kun­den ver­traut, gleich­zei­tig pro­fi­tie­ren Händ­ler von 100-pro­zen­ti­ger Zah­lungs­si­cher­heit zu at­trak­ti­ven Kon­di­tio­nen. Es freut uns, dass im­mer mehr Kun­den und Händ­ler die Vor­zü­ge von gi­ro­pay an­er­ken­nen. Das spie­gelt sich in den er­freu­li­chen Zu­wachs­zah­len ge­mäß der Stu­die wi­der. Dies ist für uns An­sporn, das Zah­lungs­ver­fah­ren stets an die neu­en Markt­an­for­de­run­gen im E-Com­mer­ce an­zu­pas­sen und aus­zu­bau­en.“

Joerg Schwitalla, Geschäftsführer giropay

Auszug aus: https://www.it-finanzmagazin.de/ecc-payment-studie-paypal-waechst-am-schnellsten-kreditkarte-giropay-67576/

Mein Traum ist es, dass meine Kinder bei ihrer Hochzeit nicht mehr unterschreiben müssen.

Daniel Goldscheider will es Kunden leichter machen, im Internet Verträge abzuschließen – ohne dafür Daten bei den amerikanischen IT-Konzernen zu hinterlassen. Dafür hat er Yes gegründet.

Der Anstoß kam durch neue Regulierungen, sowohl für die elektronische Identifikation, als auch für die Banken selbst. Die neue europäische Zahlungsdiensterichtlinie (PSD 2) verlangt, dass die Institute Kundendaten mit deren Einverständnis an Dritte weitergeben müssen. Wenn schon Daten aufbereitet werden müssen, warum dann nicht so, dass die Bank auch etwas davon hat? „Die Basisdaten müssen kostenlos geliefert werden, aber Banken wissen noch viel mehr über ihre Kunden. Damit könnten sie Geld verdienen“, sagt Goldscheider. Würden die Banken klug mit ihren Daten umgehen, müssten sie keine Angst vor der Regulierung haben. Diese zusätzliche Vermarktung der Daten ist das Geschäft von Yes.

Die Kernidee: Kunden sollen ihren Bank-Login benutzen können, um sich überall im Internet ausweisen zu können. Sie könnten damit etwa Versicherungen oder Telefonverträge abschließen. Und das Ganze soll unkompliziert, ohne viele Daten und Passwörter funktionieren, indem der Kunde einfach auf den Button „Yes“ klickt.

Einfach nur „Ja“ sagen. Dahinter steckt eine Vision. „Mein Traum ist es, dass meine Kinder bei ihrer Hochzeit nicht mehr unterschreiben müssen“, sagt Goldscheider und lacht. Und ernsthafter gedacht, will er alle rechtsverbindlichen Geschäfte über diesen einen Button möglich machen. Vielleicht funktioniert es sogar global, hofft er. Realistisch sei das, weil Kontobesitzer keinen zusätzlichen Aufwand hätten, sie müssen sich nirgends zusätzlich registrieren. Für Unternehmen und Banken wird Yes die Schnittstelle kostenlos zur Verfügung stellen. Verdienen will Yes über Zusatzleistungen. Etwa, wenn Banken mehr als nur die gesetzlich vorgeschriebenen Daten weitergeben wollen.

Auszug aus: http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/mittwochsportraet-einfach-nur-ja-sagen-1.3923058

Erste Erfahrungen und weitere Herausforderungen bei Instant Payments

Hier ein Auszug aus dem aktuellen VÖB-Newsletter zum Thema Instant Payments:

Seit dem 21. November 2017 können in Europa Echtzeitüberweisungen im SEPA-Instant Payments-Verfahren abgewickelt werden. Bisher werden allerdings täglich nur wenige Tausend der neuen Echtzeit-überweisungen verarbeitet. Grund ist die bisher niedrige Beteiligung der Banken und Kunden in Europa. In Deutschland sind zwar bisher bereits gut 400 Sparkassen, Landesbanken, die DKB und Weberbank sowie die Unicredit (HVB) und die Hanseatic Bank dem SEPA-Instant Payments Verfahren beim European Payments Council (EPC) beigetreten.

Mit Ausnahme der beiden Privatbanken planen diese Institute aber erst zum 10. Juli 2018 die technische Realisierung, das heißt die aktive und passive Erreichbarkeit für die Institute und deren Kunden. (Anmerkung: Die Sparkassen setzen Instant Payment bislang beim P2P-Payment namens „Kwitt“ ein.) Zum November 2018 werden die Volks- und Raiffeisenbanken sowie weitere Privatbanken folgen. Die Deutsche Bundesbank wird ihren Kunden wohl nicht vor Mitte 2019 Echtzeitüberweisungen anbieten. Die „EBA Clearing“ kann, als bisher einziges europaweit agierendes Clearinghaus, aktuell die Verrechnung und das Settlement von Instant Payments innerhalb der vorgegebenen maximal 10 Sekunden umsetzen.

Die ersten Wochen des Live-Betriebs waren offensichtlich erfolgreich. Erste Erfahrungen der aktiven Banken zeigen, im Vergleich zum übrigen SEPA-Zahlungsverkehr, noch eine relativ hohe Rate von abgewiesenen Instant-Payments, da nicht alle der umfangreichen technischen und rechtlichen Vorgaben an die einzelne Zahlung von den bisher aktiven Banken in Europa erfüllt werden. Dies sind für alle Beteiligten wichtige Erkenntnisse auf dem noch langen Weg zur Umsetzung von Produkten und Lösungen für Privat- und Firmenkunden auf Basis von Instant Payments in Deutschland und Europa. Sicher wird mit einer weitgehenden Erreichbarkeit für SEPA-Instant Payments in Europa nicht vor dem Jahr 2020 zu rechnen sein.

Persönliche Anmerkung: Instant Payments gehört die Zukunft. 10 entscheidende Vorteile hat der European Payments Council (EPC) zusammengetragen:

Quelle: https://www.europeanpaymentscouncil.eu/sites/default/files/infographic/2017-11/EPC%20infographic_SCT%20Inst%20benefits_November%202017.pdf

„Instant Payment ist das Bargeld des Internetzeitalters“

Das werde mittelfristig viele Zahlungsverfahren überflüssig machen, so DSGV-Präsident Helmut Schleweis.

Das Vorhaben ist ambitioniert: „Wir wollen das Bezahlsystem zum Marktstandard machen“, sagte Helmut Schleweis, Präsident des Deutschen Sparkassen- und Giroverbands (DSGV) am Donnerstag bei der Handelsblatt-Jahrestagung „Zukunftsstrategien für Sparkassen“. Dieses Ziel hat er für „Kwitt“ vorgegeben, das Bezahlsystem der Sparkassen, mit dem Kunden Geld von Mobiltelefon zu Mobiltelefon in Echtzeit verschicken können.

Offenbar hat die Sparkassen-Gruppe bereits einen Partner gewonnen, um die Akzeptanz von „Kwitt“ zu erhöhen. Auch die genossenschaftliche Bankengruppe hat ein ähnliches Bezahlsystem namens „Geld senden & anfordern“. Jetzt können Sparkassen- und Volksbanken-Kunden über das Smartphone Zahlungen untereinander austauschen beziehungsweise anfordern, erfuhr das Handelsblatt aus Verbandskreisen. Dabei soll es nicht bleiben. Private Institute hätten bereits Interesse an einer Einführung des Sparkassen-Bezahlsystems angemeldet, hieß es.

Dabei können Beträge von bis zu 30 Euro ohne TAN-Eingabe überwiesen werden. „Nach gut einem Jahr am Markt hat Kwitt 680.000 Nutzer“, sagte DSGV-Chef Schleweis.

Seit Dezember kommen die per „Kwitt“ überwiesenen Beträge in Echtzeit an. Für Schleweis deutet sich damit eine Revolution an: „Instant Payment ist das Bargeld des Internetzeitalters.“ Das werde mittelfristig viele Zahlungsverfahren überflüssig machen.

Ob Paydirekt davon auch betroffen sein könnte, sagte Schleweis nicht. Er formulierte es anders: Nicht Paydirekt sei die Konkurrenz von Paypal, sondern das Girokonto. Und hier sieht sich der Marktführer mit den neuen Bezahlsystemen in einer komfortablen Position.

Quelle: http://www.handelsblatt.com/finanzen/banken-versicherungen/mobile-banking-sparkassen-und-genossenschaftsbanken-wollen-ihre-apps-vernetzen/20993142.html

Schweden prüft Einführung einer digitalen Währung

Auf Seiten von Regierungen nimmt das Interesse an Bitcoin und Co. sukzessive zu. So hat zuletzt Schweden ein Projekt angekündigt, im Rahmen dessen geprüft werden soll, ob die schwedische Krone durch die digitale e-Krone als Zahlungsmittel ergänzt werden kann.

Das Land verzeichnet gegenwärtig bereits eine der geringsten Bargeldnutzungsraten weltweit. Viele Geschäfte lehnen Bargeldzahlungen grundsätzlich ab. Aktuelle Studien gehen davon aus, dass die Nutzung von Bargeld im Land in den kommenden Jahren weiter zurückgeht. Vor diesem Hintergrund ist die schwedische Zentralbank auf der Suche nach alternativen Zahlungsmöglichkeiten, für die kein Mittler wie eine Bank notwendig ist.

Laut schwedischer Zentralbank sind für die e-Krone zwei unterschiedliche Modelle denkbar: eine registrierbasierte und eine wertbasierte e-Krone. Bei einer registrierbasierten Variante würde der Saldo in jeweiligen Accounts innerhalb einer zentralen Datenbank gespeichert. Der wertbasierte Ansatz orientiert sich eher am derzeitigen Bargeld und sieht eine lokale Speicherung in einer App oder auf einer Karte vor. Die derzeitige Einschätzung der Zentralbank geht davon aus, dass eine einfache wertbasierte Lösung, im Gegensatz zu einer registriergestützten Lösung, nur begrenztes Entwicklungspotenzial hat, jedoch schneller eingeführt werden könnte. Mehr Entwicklungspotenzial wird der registrierbasierten Lösung attestiert. Gleichzeitig halten die Währungshüter sie für deutlich komplexer in der Umsetzung. Auch eine Mischung aus beiden Modellen soll im Rahmen des Projekts geprüft werden. Genauso wie die dahinterliegende Technik.

Aktuell sieht die Zentralbank die Einführung einer e-Krone mit der derzeitigen Gesetzgebung hinsichtlich ihrer geldpolitischen Aufgaben nicht vereinbar. Allerdings könnte sie kompatibel mit ihrer übergeordneten Aufgabe sein, ein sicheres und effizientes Zahlungssystem zu fördern. Es wird somit spannend zu beobachten sein, welche Ergebnisse zur Machbarkeit, Ausgestaltung und möglicher Umsetzung spätestens Ende 2019 präsentiert werden.

Auszug aus: https://blog.starfinanz.de/e-krone-schweden-prueft-einfuehrung-einer-digitalen-waehrung/

YES: Identity-Management, Checkout-Dienst, Vertriebs-Enabler & Datenschützer

YES ist als umfassender Checkout-Dienst konzipiert, kann aber auch die Teilfunktion der Identitätsbestätigung übernehmen.

Im Kern hat das Produkt ein Ziel: Dem Endkunden die Identifizierung und das Abschließen von Online-Verträgen drastisch zu vereinfachen – und gleichzeitig sicherzustellen, dass Unternehmen wirklich nur die Informationen zum Vertragsabschluss erhalten, die der Kunde explizit für einen einzigen Vertragsabschluss freigibt und davon auch nur die, die der Händler unbedingt zur Abwicklung benötigt.

Identifizierung ohne VideoIdent, PostIdent oder andere Klimmzüge

Der Clou: VideoIdent oder ein anderes Verfahren sei gar nicht notwendig – die Banken haben die Kunden bereits identifiziert. Und damit kann der Kunde einkaufen gehen. Andererseits kann sich der Händler absolut sicher sein, das YES-Kunden auch tatsächlich existieren. Das praktische sei: Der Kunde müsse dazu gar nichts Neues leisten, denn seine Daten sind ja schon da.

Aber auch auf der Handelsseite werde YES Nutzen stiften: Unternehmen können nun komplexe Checkout-Prozesse vereinfachen und vereinheitlichen. So soll zum Beispiel der Abschluss eines Mobilfunkvertrages mit zusätzlichem Raten-Smart­phone­kauf (der über eine Bank finanziert wird) mit nur einem Klick des Kunden möglich werden – sofern er wirklich will.

Gleichzeitig würden durch das Unternehmen Betrugsversuche eingedämmt – da es den Checkout überwacht und wiederum nur Daten weitergibt, die die Händler für eine bestimmte Transaktion brauchen (zum Beispiel die Adresse zum Zusenden des Smartphones).

Optisch wird die Anwendung in Form einer Wortmarke – dem „YES Impuls Button“ – auf der Webseite der Partner eingebaut. Klickt ein Nutzer nun auf diesen Button, kann er die dahinter liegenden Funktionen in Anspruch nehmen, ohne seine eigenen Identitätsdaten selbst eingeben zu müssen.

Technisch spannend ist das Thema Datenschutz, denn es funktioniert quasi wie das ‚Fräulein vom Amt‘ und verbindet die Bank mit der ‚Relying Party‘ – mehr nicht. Die Daten fließen nur direkt. YES ist damit im Unterschied zu Verimi dezentral und hält somit selber keine Daten vor.

Auszug aus: https://www.it-finanzmagazin.de/yes-sparkasse-identity-checkout-datenschutz-60434/

Mobile Payment in Deutschland

Für Mobile Payment gab es auch dieses Jahr keinen Durchbruch in Deutschland. Im Prinzip war das auch nicht erwartet worden. Die Entwicklung blieb sogar hinter den prognostizierten Minimalzielen zurück. Der Start von Apple Pay ist das dritte Jahr in Folge ausgeblieben.

Die kontaktlose girocard ist 2017 noch nicht so richtig vom Fleck gekommen. Die Genossenschaftsbanken und die Sparkassen sind mit der Ausgabe ihrer Karten im Plan. Die Privatbanken halten sich jedoch zurück.

Auf der Akzeptanzseite geht es ebenfalls nur schleppend voran. Zahlungsdienstleister, deren Geschäftsmodell das Elektronische Lastschriftverfahren (ELV) ist, bewerben das Produkt nicht im ausreichenden Maße. B+S, der Netzbetreiber aus dem Sparkassenlager, fordert sogar eine Gebühr für die Terminalaktivierung. Da wundert es nicht, dass im Lager der kleinen Händler die kaum verbreiteten kontaktlosen Maestro- und VPAY-Karten eine bessere Akzeptanz haben. Mastercard hat die Netzbetreiber an die Kandare genommen und fordert diese offensiv auf, die kontaktlose Schnittstelle für ihre Karten freizuschalten.

Da wundert es dann wenig, dass von der Sparkasse Siegen, einem Institut aus Säule 1 unseres dreigliedrigen Bankensystems, erstmalig eine Debit-Mastercard emittiert wird. Ein Tabubruch, der weitreichende Folgen haben kann. Genossenschaftsbanken und Sparkassen stehen für den Fortbestand der girocard. Wenn diese Unterstützung bröckelt, wäre das der Anfang vom Ende.

Dabei ist das Vorgehen des Institutes sehr gut nachvollziehbar. Die Debit-Mastercard, kurz DMC, kann vom Handel nicht für das ELV genutzt werden. Außerdem bietet man mit dieser Karte den Bankkunden gleichzeitig ein Online-Zahlungsverfahren mit echter Relevanz. Die DMC löst in Siegen also zwei Probleme auf einmal.

Trotz der insgesamt wenig erbaulichen Gemengelage gibt es auch einige wenige Leuchtturmprojekte. Deutsche Bank und das Tochterunternehmen Postbank bieten seit diesem Jahr Mobile Payment für alle Kunden mit einem Android-Smartphone. Die Genossenschaftsbanken und Sparkassen sind laut eigener Aussage ebenfalls im Plan und wollen Anfang 2018 ihre Angebote im Family-and-Friends-Umfeld ausrollen.

PAYBACK hat dieses Jahr drei weitere Händler von der Kombination aus Kundenbindung und Payment überzeugen können. Das Unternehmen aus der American-Express-Gruppe ist solide finanziert und hat hier mit Sicherheit einen langen Atem. Hartnäckigkeit kann man auch dem Fintech Blue Code attestieren. Mit der Sparkassengruppe als Vertriebspartner gelingt diesem immer wieder der eine oder andere Achtungserfolg. Zuletzt als Payment-Lösung im Stadion des 1. FC Köln.

Momentan sieht es danach aus, als würde die weitere Entwicklung des mobilen Zahlungsverkehrs auch im kommenden Jahr nur in Trippelschritten vorangehen.

Auszug aus: https://bankingclub.de/mobile-payment-in-deutschland-jahresrueckblick-2017/