Finanz- und Lebensplanung elektronisch speichern mit dem elektronischen Safe der Bank oder Sparkasse

Kunden bringen schon seit sehr langer Zeit neben Geld auch Gold, andere Wertgegenstände und wichtige Dokumente auf ihre Bank, damit diese sie in einem Schließfach sicher verwahrt. Da ist es nur konsequent, dieses Geschäftsmodell auch digital anzubieten.

Zu den Vorreitern gehört die Deutsche Bank, die seit August 2017 mit einem »eSafe« an die Bankkunden herantrat. Das digitale Schließfach für wichtige Dokumente ist durch Passwörter geschützt, die Kunden individuell online sowie in der Apple-Version der bankeigenen App jederzeit freischalten können – gegebenenfalls zum Beispiel auch aus dem Ausland. In dem Fall, dass zum Beispiel im Ausland der Reisepass verloren geht, kann ein ungehinderter Zugriff auf die Kopie von großer Hilfe sein.

Inzwischen bieten immer mehr Sparkassen einen ähnlichen Service. Gespeichert werden die Daten in Deutschland nach deutschem Datenschutzstandard. Sie stehen zeitlich unbegrenzt zur Verfügung.

Die Volksbanken sind dabei, den Datensafe in die »VR Organizer App« zu integrieren.

Grundsätzlich können alle Files, die für die Kunden wichtig sind, in einem elektronischen Bankschließfach abgelegt werden. Gedacht ist vor allem an Ausweise, Zeugnisse, Verträge, Policen, Kaufbelege von großen Anschaffungen und Steuerunterlagen.

Auszug aus: https://www.westfalen-blatt.de/OWL/Bielefeld/Bielefeld/3691856-Erste-Angebote-jetzt-auch-bei-den-regionalen-Kreditinstituten-Datensafe-bei-der-Bank

Nächste Stufe der PSD 2 am 14.9.2019

Am 14. September wird es für Banken und ihre Kunden wieder einmal ernst. Mit der Zahlungsdiensterichtlinie 2 (payment service directive) werden einige gewöhnungsbedürftige Neuerungen eingeführt:

Kreditkarteninhaber, die ihre Karte auch online einsetzen, müssen sich für das 3D Secure Verfahren registrieren, auch bekannt als Mastercard Secure Code oder Verified by Visa. Verzichteten bislang viele Shopbetreiber aus Convenience-Gründen auf den Einsatz, so kommen sie künftig nicht mehr drum herum. Es ist nicht empfehlenswert, mit der Registrierung zu warten, bis man im Bestellprozess hängen bleibt. Als Mitarbeiter einer Sparkasse weiß ich aus Erfahrung, dass so manche kurzfristige Flugbuchung abgebrochen werden musste, weil die Karte nicht für 3D Secure registriert war und sich dies auch nicht auf die Schnelle ändern ließ.

Grundsätzlich gilt: Alle Online-Händler müssen spätestens ab dem 14. September 2019 für jede Kreditkartentransaktion die starke Kundenauthentifizierung (3D Secure) anfragen. Doch keine Regel ohne Ausnahmen. So kann gemäß EU-Vorgabe der Kreditkartenherausgeber (Issuer) beispielsweise bei Zahlungen bis 30 Euro oder bei Abonnements auf die starke Kundenauthentifizierung verzichten. Nach der Durchführung einer Risikoanalyse kann der Kartenherausgeber sogar Zahlungen bis 500 € von der starken Authentifizierung befreien, solange sich die Betrugsraten im Rahmen halten.

Im Online-Banking wird alle 90 Tage auch beim Login eine Transaktionsnummer (TAN) abgefragt. Über 20 Jahre haben wir unseren Kunden eingebläut, dass sie eine TAN nur dann eingeben dürfen, wenn sie Geld bewegen oder eine Verwaltungsfunktion nutzen wollen. In allen anderen Fällen, in denen der Kunde nach einer TAN gefragt werde, müsse es sich um einen Betrug handeln und der Vorgang sei sofort abzubrechen. Doch jetzt ist das, was immer richtig war, falsch.

Im Gegenzug entfällt die TAN-Pflicht bei manchen Überweisungen: Umbuchungen zwischen eigenen Konten, Kleinbetragszahlungen und Überweisungen an Konten aus einer vom Kunden angelegten White-List können künftig ohne Eingabe einer TAN autorisiert werden.

Last but not least werden Banken verpflichtet, eine Schnittstelle für Drittanbieter zu schaffen. Dann werden nicht mehr nur Sofortüberweisung und giropay auf das Banking des Kunden zugreifen können, sondern auch andere Drittanbieter-Zahlungsdienstleister und Kontoinformationsdienste. Kunden können im Online-Banking Drittdienstleister damit beauftragen, Zahlungen vorzunehmen oder Kontoinformationen abzurufen (beispielsweise für ihre Finanzplanung). Da diese Dienstleister nunmehr gesetzlich anerkannt sind und der Bankenaufsicht unterliegen, dürfen Kunden gegenüber diesen Diensten auch ihre PIN und TAN einsetzen.

Ziel der Richtlinie ist es, den europaweiten Wettbewerb und die Teilnahme an der Zahlungsbranche auch von Nichtbanken zu erhöhen und durch die Harmonisierung des Verbraucherschutzes und die Rechte und Pflichten für Zahlungsdienstleister und Nutzer gleiche Wettbewerbsbedingungen zu schaffen. (https://de.wikipedia.org/wiki/Zahlungsdiensterichtlinie)

Banken sind Marktführer; aber welche Chance haben sie im Zahlungsverkehr gegen Apple, Google und PayPal?

Ist der Zahlungsverkehr für die Banken noch eine Geschichte mit Zukunft? Und falls nicht: ist das eigentlich ein Problem?

Im analogen Zeitalter waren die Banken über Jahrzehnte die unangefochtenen Könige des Zahlungsverkehr. Doch mit den Siegeszug des Internets verlieren sie seit vielen Jahren immer mehr Marktanteile an neue Spieler.

Allen voran ist da natürlich die ehemalige eBay-Tochter PayPal, auf die seitens der Banken zwar mit Giropay frühzeitig, aber leider halbherzig und wenig nachhaltig reagiert wurde. Ein ernstzunehmendes Angebot kam in Form von Paydirekt zu spät und abermals nicht konsequent genug.

Mittlerweile ist PayPal eigentlich nicht einmal mehr die größte Sorge der Banken. Die Bedrohung kommt vielmehr von den Internet-Riesen wie Apple und Google, die mit ihren Payment-Diensten ApplePay und GooglePay sowohl online, in-App und am POS die Schnittstelle zum Kunden übernehmen. Händler und Plattformen wie Uber oder Starbucks sind gleichzeitig dabei, Zahlungen ‚in-App‘ für den Kunden unsichtbar zu machen.

Der große Vorteil der Herausforderer ist nun mal, dass sie konsequent international ausgerichtet sind und weltweit akzeptiert sind. Keine Bank wäre allein in der Lage und mit genügend Reichweite ausgestattet, hier dagegenzuhalten.

Es ist allerdings auch sinnvoll zu hinterfragen, warum die Banken überhaupt noch Energie in den Zahlungsverkehr investieren sollten. Es lässt sich auf Ebene der einzelnen Bank dann doch leider recht wenig Geld verdienen, die Margen sind mittlerweile dünn geworden.

Vielleicht wäre es da die bessere Strategie, sich mit dem Gedanken an einen Exit zu beschäftigen. Besser ein Ende mit Schrecken, als ein Schrecken ohne Ende.

Das gilt sowohl für den Zahlungsverkehr als auch für das Girokonto an sich. Seit Inkrafttreten der PSD2 brauchen die Banken das Girokonto ohnehin nicht mehr. Sie können dank Multibanking via XS2A auch dann der Mittelpunkt der Finanzen bleiben, wenn das Konto irgendwo anders geführt wird. Denn nicht das Konto an sich ist wertvoll für die Bank, sondern die Daten.

Das setzt allerdings voraus, dass sich die Denkweise in den Vorstandsetagen grundlegend ändert. Denn auch die vorgenannten Felder wird man nur dann nachhaltig sichern können, wenn man hier stärker aus Kundensicht und weniger aus Produktsicht denkt.

Auszug aus: https://www.it-finanzmagazin.de/zahlungsverkehr-bank-apple-google-paypal-83009/

„Okay Google, öffne Sparkasse Banking“

Die Finanz Informatik bringt Voice-Banking für die Sparkassen – per Google Assistant. Gemeinsam mit der Sparkasse Stade-Altes Land wird die Anwendung derzeit pilotiert – eine breitere Verfügbarkeit für Kunden anderer Sparkassen sei in Kürze geplant. Mit der neuen Anwendung, der sogenannten „Sparkasse Banking-Action“, seien die Kunden dann in der Lage, ihre aktuellen Kontostände per Sprachbefehl abzufragen. Unterstützt werden dabei sowohl Google-Home als auch kompatible Systeme von Dritten, die Google Assistant nutzen.

Gegenüber dem Google Assistant wird der Kunde mit dem Standardverfahren O-Auth 2.0 authentifiziert. Die gesamte Kommunikation mit dem Sprachassistenten findet verschlüsselt statt. Dieser kommuniziert über eine gesicherte Verbindung mit dem Online-Banking der Sparkasse.

Besonders wichtig: Die Daten des Kunden bleiben im Online-Banking der Sparkasse und werden nicht an Google weitergegeben. Es werden beim Voice-Banking nur die Infos weitergegeben, die für die Bearbeitung des Auftrags notwendig sind und keine vollständigen Kontoinformationen.

Mit dem neu­en An­ge­bot kann ein Kun­de über Goog­le-Ho­me per Spra­che auf sei­ne Spar­kas­sen­kon­ten zu­grei­fen. Für die­ses so ge­nann­te Con­ver­sa­tio­nal Ban­king hat die Fi­nanz In­for­ma­tik ei­ne Platt­form im Ge­samt­bank­sys­tem OS­Plus be­reit­ge­stellt, um die Spra­che suk­zes­si­ve in wei­te­re An­wen­dun­gen und Sys­te­me für den End­kun­den zu in­te­grie­ren. Zum Start sind fol­gen­de Funk­tio­nen in der Ban­king-Ac­tion ver­füg­bar: Kon­to­stands­ab­fra­gen zu Ein­zel­kon­ten, Ab­fra­ge des Ge­samt-Fi­nanz­sta­tus und Ab­fra­ge von Um­sät­zen be­zie­hungs­wei­se Ein- und Aus­ga­ben über ver­schie­de­ne Zeit­räu­me. Die Ab­fra­ge des ePost­fach oder ei­nes De­pots so­wie si­gna­tur­freie Über­wei­sun­gen und wei­te­re ban­kna­he Funk­tio­nen wer­den in ei­ner nächs­ten Aus­bau­stu­fe fol­gen.

Auszug aus: https://www.it-finanzmagazin.de/voice-banking-sparkassen-finanz-informatik-66402/

Die Verknüpfung und Freischaltung der Banking-Action wird hier im Video erklärt:

ECC-Payment-Studie: Paypal wächst am schnellsten – direkt dahinter folgen Kreditkarte und giropay

Paypal zieht bei Händlern immer mehr davon. Das zeigt die ak­tu­el­le ECC-Payment-Studie (750 Euro). Doch beim Mix, wel­che Payment-Me­tho­den zum Ein­satz kom­men, schla­gen sich auch Kre­dit­kar­te und über­ra­schend gi­ro­pay sehr gut. So wird fak­tisch gi­ro­pay mit 20,9 Prozent Wachstum zu­neh­mend zum tat­säch­li­chen Pay­pal-Ver­fol­ger, während paydirekt nur 7,9 Prozent aufbringen konnte. Das über­wei­sungs­ba­sier­te Be­zahl­ver­fah­ren giropay steht damit auf Platz 3 der Ex­pan­si­ons­agen­da.

Dass Paypal dominiert, ist nicht weiter verwunderlich – auch bei Kreditkarten (siehe Grafik rechts) ist der Zuwachs erheblich. Erstaunlich hingegen ist, dass giropay so deutlich zugelegt hat und Händler überzeugen konnte. Zumal auch die An­zahl der Händ­ler, die gi­ro­pay generell an­bie­ten, um 13,2 Pro­zent auf nun 40,9 Pro­zent­punk­te gestiegen ist. Paydirekt schafft es mit 7,9 Prozent Steigerung mittlerweile auf 31,2 Prozent Händlerabdeckung.

„Unser Be­zahl­ver­fah­ren ba­siert auf dem si­che­ren On­line-Ban­king und ist Kun­den ver­traut, gleich­zei­tig pro­fi­tie­ren Händ­ler von 100-pro­zen­ti­ger Zah­lungs­si­cher­heit zu at­trak­ti­ven Kon­di­tio­nen. Es freut uns, dass im­mer mehr Kun­den und Händ­ler die Vor­zü­ge von gi­ro­pay an­er­ken­nen. Das spie­gelt sich in den er­freu­li­chen Zu­wachs­zah­len ge­mäß der Stu­die wi­der. Dies ist für uns An­sporn, das Zah­lungs­ver­fah­ren stets an die neu­en Markt­an­for­de­run­gen im E-Com­mer­ce an­zu­pas­sen und aus­zu­bau­en.“

Joerg Schwitalla, Geschäftsführer giropay

Auszug aus: https://www.it-finanzmagazin.de/ecc-payment-studie-paypal-waechst-am-schnellsten-kreditkarte-giropay-67576/