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Electronic Banking und SEPA

Monatsarchive: Januar 2014

SEPA zwingt Banken, die Brücken einzureißen

Viele Jahre haben die Banken ihren Kunden unbemerkt eine Serviceleistung erbracht, die im SEPA-Zeitalter nicht nur nicht mehr funktioniert, sondern kurzfristig auch noch Arbeit macht. Hierbei handelt es sich um die sogenannten Kontobrücken, welche von den Banken immer dann im Hintergrund installiert wurden, wenn Bankleitzahlen weggefallen und durch andere ersetzt worden sind.´Dies geschieht beispielsweise aufgrund von Fusionen zwischen Kreditinstituten oder bei der Zentralisierung von Bankleitzahlen innerhalb eines Kreditinstituts.

Der Zahlungseinreicher kann im DTA-Verfahren somit unverändert die alten Bankleitzahlen nutzen und bekommt gar nicht mit, dass seine Bank diese Bankleitzahl – möglicherweise schon seit vielen Jahren – durch die richtige Bankleitzahl ersetzt hat.
Diese Kontobrücken funktionieren mit der Umstellung auf SEPA und die IBAN allerdings nicht mehr.

Zu diesem Thema äußerte sich Carl-Ludwig Thiele – Mitglied des Vorstands der Deutschen Bundesbank, zuständig für die Bereiche Bargeld sowie Zahlungsverkehr und Abwicklungssysteme – in seiner Keynote Speech auf der Payments Konferenz der Euro Finance Week am 20. November 2013 in Frankfurt unter der Überschrift „Operationelle Risiken“ wie folgt: „… man darf nicht übersehen, dass durch die SEPA-Umstellung Kontobrücken, automatische Weiterleitungen und Leitwegsteuerungen entfallen. Diese Arten von Umleitungen sind im Laufe von fast vierzig ‚DTA-Jahren‘ von vielen Kreditinstituten eingerichtet worden.“

Im Weiteren beschrieb Carl-Ludwig Thiele die Problematik wie folgt: „Im DTA-Verfahren kann etwa bei Lastschrifteinreichern noch die alte Kontonummer und/oder Bankleitzahl bei einer längst geschlossenen Filiale der Bank des Zahlers hinterlegt sein. Die Bank des Zahlers hat, um Zahlungsempfänger und Zahler nicht damit zu belasten, einen ‚Leitweg‘ auf das neue Konto des Kunden gelegt – beispielsweise in der Hauptstelle. Bei der automatischen Umstellung der Kontodaten auf IBAN (International Bank Account Number) wird diese Kontoverbindung als nicht umstellbar ausgewiesen. Damit muss der Lastschrifteinreicher erst einmal herausfinden, wie die neue Kontoverbindung des Kunden eigentlich lautet. Dies ist aufwändig.“

Das hat zur Folge, dass Kontoverbindungen, die heute noch funktionieren und aus Sicht des Einreichers richtig zu sein scheinen, unter SEPA falsch sind und unweigerlich zu Rück-überweisungen und Rücklastschriften führen werden. Statistische Erhebungen der EFiS EDI Finance Service AG verdeutlichen, dass die Banken damit begonnen haben diese Kontobrücken sukzessive abzuschalten. So war die Anzahl an IBAN-Berechnungen, bei denen die Bankleitzahl mit einer Folge-Bankleitzahl ersetzt werden mussten, im vierten Quartal 2013 viermal geringer als im dritten. Im selben Zeitraum stieg die Anzahl an Rückgaben wegen falscher Kontonummern oder Bankleitzahlen um 60 Prozent.

Eine erhöhte Anzahl an Rückgaben nach der SEPA Umstellung bedeuten für die Einreicher nicht nur einen erheblichen zeitlichen Mehraufwand zum schlechtesten Zeitpunkt, sondern eben auch erhebliche Kosten die aus den Rückgaben entstehen. Für Lastschrifteinreicher kommt ein potentieller Liquiditätsengpass auf Grund von fehlenden Zahlungseingängen hinzu.

Quelle: http://efis.paymentgroup.de/index.php?id=803

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Neue Ausgabe des SEPA-Newsletters

In der aktuellen Ausgabe des SEPA-Newsletters geht es um die folgenden Themen:

  • Vorschlag der EU-Kommission zur Fristverlängerung
    • Auswirkungen der Fristverlängerung
    • Aus für Abbuchungsauftragslastschrift
  • Best Practice-Beispiel

Diese und alle weiteren Ausgaben des Newsletters können Sie z. B. hier herunterladen: SEPA-Newsletter

So kann man sich die IBAN auch merken ;-)

Cartoon IBAN

SEPA: Widerstand ist zwecklos

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SEPA: Lastschriftkonvertierung in der Internet-Filiale der Sparkasse

Mit der folgenden Anleitung ist es ganz einfach, Ihre in der Internet-Filiale gespeicherten Lastschriften ins SEPA-Format zu konvertieren. Tun Sie sich selbst den Gefallen und probieren Sie es jetzt aus. Bei Fragen hilft Ihnen Ihr Berater gerne weiter. Am letztmöglichen Termin Anfang August kann es hingegen zu Verzögerungen kommen.

Anleitung herunterladen

SEPA XML Tags und was sie bedeuten

Falls Sie sich mal in einer XML-Datei verirren (müssen): Hier sind die wichtigsten SEPA-Befehle, ihre Bedeutung und beispielhafte Ausprägungen aufgelistet. Ich habe zugunsten der Übersichtlichkeit bewusst nicht alle Befehle aufgeführt. Die Auswahl entstand aus der eigenen Erfahrung im electronic banking-Support sowie aus Fragestellungen auf www.onlinebanking-forum.de.

Hier können Sie die Aufstellung im Excel-Format herunterladen:SEPA XML-Tags.

Für Anregungen bin ich immer dankbar. Kontakt siehe Impressum.

SEPA kommt so oder so

Nachdem die EU-Kommission lediglich vorgeschlagen hat, die Übergangsfrist für die Abschaltung der alten Zahlverfahren um sechs Monate zu verlängern, lehnt sich mancher schon zurück und sieht sich darin bestätigt, die Umstellung auf SEPA in seinem Unternehmen oder Verein noch nicht angegangen zu haben. Dem halte ich folgendes entgegen:

  1. Es ist wie gesagt nur ein Vorschlag. Er muss zunächst vom EU-Parlament und später noch vom Bundestag bestätigt werden.
  2. Drei Wochen vor dem ursprünglich geplanten Abschalttermin sind alle Beteiligten sehr überrascht über den Vorschlag. Ob technische Automatismen, die für den 1. Februar bereits bei den Rechenzentren der Banken administriert wurden, sich einfach so rückgängig machen lassen, ist noch unklar.
  3. Verträge, die sich auf die alten Verfahren beziehen, wurden zum 1. Februar 2014 gekündigt. Sollen sich Banken und ihre Kunden einfach darüber hinweg setzen? Welche Folgen kann dies haben?

Daher mein Aufruf: Tun Sie sich selbst einen Gefallen und tun Sie einfach so, als wäre der 1. Februar 2014 weiterhin der Abschalttermin für den nationalen Zahlungsverkehr. Sollten Sie dann Probleme in der Umsetzung haben, freuen Sie sich über die Möglichkeit, vorübergehend auf das Altverfahren als Backup-Lösung ausweichen zu können. Auf keinen Fall darf die Fristverlängerung dazu missbraucht werden, SEPA weiter auf die lange Bank zu schieben.

Im folgenden können Sie sich eine Präsentation herunterladen, die noch einmal die wichtigsten Aspekte beleuchtet und auf mögliche Problemfelder hinweist: 2013-11 Sparkassen-Forum für Steuerberater und Wirtschaftsprüfer

Vom Abbuchungsauftrag zur SEPA-Firmenlastschrift

Im Gegensatz zur Einzugsermächtigung lässt sich ein Abbuchungsauftrag nicht einfach zu einem SEPA-Mandat umwidmen. Das SEPA-Firmenlastschriftmandat muss neu vereinbart und an die Bank des Zahlers weitergeleitet werden. Andernfalls werden Firmenlastschriften von der Bank zurück gegeben. Im folgenden können Sie sowohl das Mandat als auch ein Musteranschreiben herunterladen.

Sparkasse Olpe-Drolshagen-Wenden

Sparkassen-Computercheck jetzt auch für Smartphones

Viren, Trojanische Pferde und Konsorten machen schon lange nicht mehr vor Smartphones halt. Glücklicherweise gibt es den Sparkassen-Computercheck jetzt auch für mobile Devices.

Hier können Sie ihn ausprobieren:

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Sparkassen-Computercheck für PCs

Auftakt für COR1 – Die SEPA-Eillastschrift ist da

Seit dem 4. November 2013 ist in Deutschland die COR1-Option bei der SEPA-Basislastschrift möglich. Sie ermöglicht eine auf einen Geschäftstag reduzierte Einreichungsfrist bei der Bank des Zahlungspflichtigen.

Die SEPA-Basislastschrift mit COR1-Option ähnelt somit der bisherigen DTA-Sichtlastschrift und es sind damit schnellere Einzüge mit kürzeren Vorlaufzeiten möglich. Dies gilt für alle Banken, die der Deutschen Kreditwirtschaft angehören. Im Ausland hingegen ist die COR1-Option i. d. R. nicht nutzbar.

COR1
Zum Vergößern auf das Bild klicken

Alle Unternehmen, die derzeit Lastschriften einreichen und auch weiterhin einreichen wollen, sollten sich überlegen, ob sie die COR1-Option nutzen möchten. Wenn dies der Fall ist, dann sollten sie sich am besten bei ihrem Kreditinstitut informieren, ob es diese Zusatzoption anbietet, ob bzw. welche Gebühren bei der Nutzung anfallen und welche exakten Fristen gelten. Darüber hinaus ist für die Nutzung von COR1 noch essenziell, die eigenen E-Banking-Software/IT-Systeme zu überprüfen, ob diese die COR1-Option auch technisch und fachlich unterstützen.

Quelle: http://www.sepa-wissen.de/docs/Auftakt-fuer-COR1.pdf