Gültiges SEPA-Mandat trotz fehlender Umwidmung

Viele Vereine und zum Teil auch Unternehmen stehen vor der Herausforderung, die Umstellung auf SEPA in der Kürze der noch verbliebenen Zeit zu bewerkstelligen. Aus Gründen des Arbeits- und Beratungsaufwands auf Seiten der Lastschrifteinreicher und der Banken stellt sich die Frage, wie man den Prozess möglichst schlank und einfach gestalten kann. Mancher kann da auf die Idee kommen, einfach so auf SEPA umzustellen, ohne die Zahlungspflichtigen hierüber zu informieren. Der Gedanke liegt nahe, da der Sinn der Umwidmung von den meisten Zahlern nicht erkannt wird und das beiderseitige Interesse besteht, das Lastschriftverfahren geräuschlos weiterlaufen zu lassen. Hierzu passt die folgende Einschätzung der SEPA-Arbeitsgruppe „Kommunikation und Marketing“, die aus Bankenvertretern aus dem genossenschaftlichen Finanzverbund besteht:

„Eine formell fehlerhafte oder gar nicht erfolgte Kommunikation zur SEPA-Umstellung an die Zahler führt nicht zur Ungültigkeit der bisherigen Einzugsermächtigung und deren Nutzung für Lastschrifteinzüge im SEPA-Basis-Lastschriftverfahren.“ (PDF-Download)

Quelle: https://www.raiba-gotha.de/fileadmin/inhalt/pdf-Dateien/sepa/Informationsblatt__06-2013_SEPA-Arbeitsgruppe.pdf

Allerdings: „Erfolgt die Information an den Zahler nicht oder nicht zeitgerecht, trägt der Lastschrifteinreicher das Risiko und die Kosten der Rückgabe.“ Hier muss jeder für sich entscheiden, ob das Risiko der Lastschriftrückgabe ohne vorherige Umwidmung größer ist. Da es sich dennoch um ein gültiges Mandat handelt, beträgt die Rückgabefrist unverändert 8 Wochen.

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