www.olpe-hilfe.de

Electronic Banking und SEPA

Monatsarchive: Dezember 2013

Von der Einzugsermächtigung zum SEPA-Mandat

Eine kostengünstige Möglichkeit, die bestehenden Einzugsermächtigungen in SEPA-Mandate zu überführen, ist die Umwidmung per eMail. Im folgenden Beispiel informieren Sie Ihre Kunden nicht nur über den Wechsel auf das SEPA-Lastschriftverfahren sondern teilen nebenbei noch mit, an welchen Terminen Sie welche Beträge abbuchen werden.

Somit haben Sie die Vorabinformation (Pre-Notification) gleich mit erledigt, vorausgesetzt die Beträge und Zeitpunkte stehen schon jetzt fest. Ansonsten ist auch für künftige Vorabinformationen die Benachrichtigung per eMail ausreichend.

Sehr geehrte ,

der bisherige deutsche Zahlungsverkehr (Überweisung und Lastschriften) wird im Zuge der Umsetzung verbraucherschützender europäischer Vorgaben zum 01.02.2014 auf den neuen dann in Europa einheitliche geltenden „SEPA-Standard“ umgestellt. Diese Umstellung wirkt sich insbesondere auf das bislang genutzte Einzugsermächtigungsverfahren aus, das durch das neue sog. „SEPA-Basis-Lastschriftverfahren“ ersetzt wird. Auch wir müssen unseren gesamten Zahlungsverkehr auf das neue SEPA-Zahlverfahren anpassen.

Für Abbuchungen von Ihrem Bankkonto nutzen wir aktuell die sog. Lastschrift (Einzugsermächtigungsverfahren). Diese stellen wir voraussichtlich ab dem 15.12.2013 auf das europaweit einheitliche SEPA-Basis-Lastschriftverfahren um. Die von Ihnen bereits erteilte Einzugsermächtigung wird dabei als SEPA-Lastschriftmandat weiter genutzt. Dieses Lastschriftmandat wird durch

– die Mandatsreferenz …
– und unsere Gläubiger-Identifikationsnummer DE…

gekennzeichnet, die zukünftig von uns bei allen Lastschrifteinzügen angegeben werden. Da diese Umstellung bei uns automatisch erfolgt, brauchen Sie nichts weiter zu unternehmen. SEPA-Lastschriften werden ab dem Umstellungsdatum von Ihrem Konto IBAN DE… (BIC …) für die nachfolgenden Fälligkeiten eingezogen.

Fälligkeit Abbuchung Bruttobetrag
02.12.2013 02.12.2013 62,00 Euro
02.01.2014 02.01.2014 62,00 Euro
03.02.2014 03.02.2014 62,00 Euro
03.03.2014 03.03.2014 62,00 Euro
01.04.2014 01.04.2014 62,00 Euro
02.05.2014 02.05.2014 62,00 Euro
02.06.2014 02.06.2014 62,00 Euro
01.07.2014 01.07.2014 62,00 Euro
01.08.2014 01.08.2014 62,00 Euro

Sollten Ihre Bankdaten nicht korrekt sein, bitten wir Sie um eine kurze Nachricht. Ihre IBAN und BIC finden Sie z.B. auf Ihrem Kontoauszug.

Wir weisen Sie darauf hin, dass wir im Rahmen der SEPA-Umstellung auf das Einholen eines schriftlichen SEPA-Lastschriftmandats verzichten. Die bereits erteilte Einzugsermächtigung wird von uns als SEPA-Lastschriftmandat weiterverwendet. Ebenso wird Ihnen die Mitteilung des Zeitpunktes der Kontobelastung spätestens 5 Tage vor der Abbuchung mitgeteilt. Monatlich wiederkehrende Abbuchungen wie z.B. Abschläge müssen nach SEPA nur einmalig angekündigt werden. Zur Umstellung auf SEPA ist dies hiermit erfolgt.

Sollten Sie mit diesen Vorgaben / Umsetzungen nicht einverstanden sein, können Sie eine Umstellung der Einzugsermächtigung auf Barzahlung veranlassen. Wenn Sie dies wünschen, teilen Sie uns dies einfach per Mail mit. Abschlagszahlungen müssen dann spätestens zu den im Abschlagsplan angegebenen Terminen erfolgen. Für eventuelle Überweisungen von Guthaben werden wir weiterhin die angegebene Bankverbindung verwenden, solange Sie diese nicht ändern.

Kleines SEPA-Lexikon

SEPA = Single Euro Payments Area / Einheitlicher Euro Zahlungsverkehrsraum
IBAN = International Bank Account Number / Internationale Bankkontonummer
(ersetzt ab 01.02.2014 die nationale Kontenkennung = Kontonummer + Bankleitzahl)
BIC = Business Identifier Code / Internationale Bankleitzahl
Gläubiger Identifikationsnummer = Eindeutige Identifizierung des Zahlungsempfängers
Lastschriftmandat = schriftliche Erlaubnis zur Abbuchung nach SEPA
Mandatsreferenz (-nummer) = Kennzeichnung des Mandats, z.B. Auftragsnummer, Name, Adresse, …
Pre-Notification = Mitteilung des konkreten Zeitpunktes der Kontobelastung an den Zahler

Sollten Sie nicht Inhaber des Kontos sein, von dem wir die monatlichen Abschläge abbuchen, bitten wir Sie, dieses Schreiben an den Kontoinhaber weiterzuleiten.

Sofern Sie Fragen zu diesem Schreiben haben, kontaktieren Sie uns gerne.

Mit freundlichen Grüßen

Ihr … Kundenservice

… GmbH
Postfach …
PLZ Ort
Email: kundenservice@….de
www…..de
Vertreten durch den Geschäftsführer: …
Amtsgericht …, HRB …
Steuernummer: …/…/…

Schützen Sie die Umwelt! Bitte drucken Sie diese E-Mail nur aus, wenn es notwendig ist.

Werbeanzeigen

Rückgabegründe für SEPA-Lastschriften

Rückgabe-Code und Beschreibung

AC01 IBAN fehlerhaft

AC04 Konto aufgelöst

AC06 Konto gesperrt (durch Zahler beauftragte Lastschriftsperre)

AC13 Der Zahler ist ein Verbraucher (bei SEPA-Firmenlastschriften)

AG01 Zahlungsart für Konto unzulässig (z. B. Sparkonto)

AG02 Transaktionscode ungültig

AM01* Betrag ist Null

AM02* Betrag ist unzulässig

AM04 Rückgabe mangels Deckung (Wird in Deutschland aus Datenschutzgründen nur bankintern verwendet. Dem Zahlungsempfänger wird der Rückgabegrund MS03 geliefert.)

AM05 Doppeleinreichung

AM07* Betrag gesperrt

AM09* Betrag nicht korrekt

AM10* Summe Einzelbeträge ungleich Prüfsumme

BE01 Die Kennung des Endkunden passt nicht zu der entsprechenden
Kontonummer

BE05 Gläubiger-ID ungültig

BE06* Auftraggeber / Zahlungsempfänger unbekannt.

BE07* Adresse des Zahlers (Zahlungspflichtigen) fehlt oder unvollständig

DT01* ungültiges Datum (z. B. falsches Abrechnungsdatum)

ED05* Die Begleichung der Transaktion ist fehlgeschlagen.

FF01 Dateiformat ungültig

FF05 Falsche Lastschriftart (COR1 trotz fehlender COR1-Vereinbarung verwendet)

MD01 kein gültiges Mandat (bei SEPA-Firmenlastschrift)

MD02 Die Daten zum Mandat fehlen oder sind nicht korrekt. (nicht plausible Mandatsdaten, z. B. Mandatsdatum in der Zukunft)

MD07 Kontoinhaber verstorben (Wird in Deutschland aus Datenschutzgründen nur bankintern verwendet. Dem Zahlungsempfänger wird der Rückgabegrund MS03 geliefert.)

MS02 Rückgabe durch den Zahler (Zahlungspflichtigen) vor Fälligkeit (Refusal)

MS03 Grund nicht spezifiziert

RC01 BIC ungültig

RR01 Aufsichtsrechtliche Gründe, fehlendes Konto / fehlende ID des Zahlers

RR02 Aufsichtsrechtliche Gründe, fehlender Name/ fehlende Adresse des Zahlers

RR03 Aufsichtsrechtliche Gründe, fehlender Name/ fehlende Adresse des Zahlungsempfängers

RR04 Aufsichtsrechtliche Gründe

SL01 Spezifische Dienstleistung der Bank des Zahler (Zahlungspflichtigen)

TM01 CutOff-Zeit überschritten

* Codes sind nicht in den EPC Implementation Guidelines für die pain.002-Nachricht enthalten, werden jedoch teilweise von den Clearern verwendet.

Frohe Weihnachten und ein gutes neues Jahr

allen Menschen auf der Erde

2013-12-05 18.32.01

SEPA-Umstellung – Was ändert sich?

In der folgenden Präsentation erfahren Sie, was die SEPA-Umstellung für Sie bedeutet und warum Sie jetzt handeln müssen: [DOWNLOAD]

Gültiges SEPA-Mandat trotz fehlender Umwidmung

Viele Vereine und zum Teil auch Unternehmen stehen vor der Herausforderung, die Umstellung auf SEPA in der Kürze der noch verbliebenen Zeit zu bewerkstelligen. Aus Gründen des Arbeits- und Beratungsaufwands auf Seiten der Lastschrifteinreicher und der Banken stellt sich die Frage, wie man den Prozess möglichst schlank und einfach gestalten kann. Mancher kann da auf die Idee kommen, einfach so auf SEPA umzustellen, ohne die Zahlungspflichtigen hierüber zu informieren. Der Gedanke liegt nahe, da der Sinn der Umwidmung von den meisten Zahlern nicht erkannt wird und das beiderseitige Interesse besteht, das Lastschriftverfahren geräuschlos weiterlaufen zu lassen. Hierzu passt die folgende Einschätzung der SEPA-Arbeitsgruppe „Kommunikation und Marketing“, die aus Bankenvertretern aus dem genossenschaftlichen Finanzverbund besteht:

„Eine formell fehlerhafte oder gar nicht erfolgte Kommunikation zur SEPA-Umstellung an die Zahler führt nicht zur Ungültigkeit der bisherigen Einzugsermächtigung und deren Nutzung für Lastschrifteinzüge im SEPA-Basis-Lastschriftverfahren.“ (PDF-Download)

Quelle: https://www.raiba-gotha.de/fileadmin/inhalt/pdf-Dateien/sepa/Informationsblatt__06-2013_SEPA-Arbeitsgruppe.pdf

Allerdings: „Erfolgt die Information an den Zahler nicht oder nicht zeitgerecht, trägt der Lastschrifteinreicher das Risiko und die Kosten der Rückgabe.“ Hier muss jeder für sich entscheiden, ob das Risiko der Lastschriftrückgabe ohne vorherige Umwidmung größer ist. Da es sich dennoch um ein gültiges Mandat handelt, beträgt die Rückgabefrist unverändert 8 Wochen.

SEPA-Beitragseinzug mit SPG-Verein

Erfahren Sie hier Schritt für Schritt, wie Sie den Beitragseinzug im SEPA-Verfahren durchführen und die Dateien ins Online-Banking der Sparkasse übertragen: [DOWNLOAD]

IBAN und BIC berechnen mit Excel

Mit dem kleinen Tool „Ex-IBAN“, welches Sie auf www.ex-sepa.de kostenlos herunterladen können, lassen sich aus einer Excel-Liste mit Bankleitzahlen und Kontonummern die zugehörige IBAN und BIC berechnen. Zur Funktion muss die aktuelle BLZ-Liste der deutschen Bundesbank im gleichen Verzeichnis wie Ex-IBAN vorhanden sein. Selbstverständlich muss die Ausführung von Makros beim Öffnen des Excel-Files erlaubt werden.

Sie kopieren Ihre vorhandenen Daten (Deutschland, Niederlande, Österreich oder Schweiz) in die Spalten für Kontonummer und Bankleitzahl. Daneben kommt die jeweilige Landeskennung. Durch Drücken der Konvertierungs-Schaltfläche oben wird die zugehörige Spalte IBAN und BIC automatisch ausgefüllt. Bei Unstimmingkeiten werden die entsprechenden Datensätze (Zeilen) automatisch mit einer Fehlerkennung markiert (siehe Anleitungs-Blatt von Ex-IBAN).